TCM und Schlafstörungen

TCM und Schlafstörungen

 

Mit Chinesischer Medizin (TCM) Schlafstörungen bekämpfen
Viele Menschen haben das Problem, dass für sie das Bett keine Erholung birgt – stattdessen assoziieren sie es mit negativen Aspekten wie langen Einschlafphasen, Schlafmangel und im schlimmsten Fall sogar mit Schlafstörungen. Dieses Krankheitsbild kann sehr häufig mit traditioneller chinesischer Medizin behandelt werden.

Ab wann ist Schlafmangel ein Problem?
In der Medizin wird gesagt, dass Schlafstörungen als solche dann zu verzeichnen sind, wenn Probleme über einen Zeitraum von über vier Wochen mehr als zweimal pro Woche auftreten. Zu diesen Problemen zählen:
Einschlafstörungen
Davon spricht man, wenn mehr als 30 Minuten zum Einschlafen benötigt werden – und das mehrmals in der Woche über einen längeren Zeitpunkt hinweg.
Durchschlafstörungen
Dieses Problem hat man, wenn man mehrmals in der Nacht aufwacht und nicht direkt wieder einschlafen kann. Durchschlafstörungen verhindern den Ablauf der verschiedenen Schlafphasen und boykottieren dadurch den benötigten Erholungseffekt.

Ausschlafstörungen
Wer ständig sehr früh wach ist, kann an Ausschlafstörungen leiden. Sie verhindern das vollständige Durchlaufen der Schlafphasen. Mehr zu den verschiedenen Schlafphasen und zu Formen von Schlafstörungen gibt es hier.

– Schnarchen und Schlafapnoe gehören ebenfalls zu den häufigen Schlafstörungen –

Viele Störungen sind stressbedingt. Bei Menschen, die Probleme mit dem Entspannen und Abschalten haben, hat die traditionelle chinesische Medizin beispielsweise bereits nachweisliche Erfolge erzielt. Durch Massagen, Meditation, Kräutertherapien oder Akupunktur kann man Patienten dabei helfen, die Ruhe zu finden, die zum erholsamen und gesunden Schlaf benötigt wird.

TCM verhilft zu einem erholsamen Schlaf
Die traditionelle chinesische Medizin verbindet die Qualität des Schlafes mit dem Zustand des Geistes – auch Shen genannt. Dieser Geist ist im Herzen des Menschen verwurzelt und findet sich vor allem im Blut und im Yin des Herzens wieder. Schlafprobleme treten genau dann auf, wenn die Yin-Organe geschädigt sind. Dafür kann es viele Gründe geben; sie können organischen, körperlichen oder psychischen Ursprungs sein:
– Durch den Mangel an Qi und Blut im Herzen und in der Milz (lang andauernde Ängste und Sorgen)
– Durch einen Mangel an der Qi-Essenz, bedingt durch eine Hyperaktivität des Feuers (Fieber, Hypersexualität, Alkoholkonsum)
– Durch Furcht bei Mangel des Qi und des Blutes im Herzen (Angstzustände)
– Durch fehlende Koordination von Milz und Magen (Appetitlosigkeit)

Kräutertherapie
Handelt es sich um ein organisches Leiden, das den Schlafprozess negativ beeinflusst, rät TCM zu einer Kräutertherapie. Schlaffördernd wirken beispielsweise folgende Kräuter:
Baldrianwurzel
Johanniskraut
Melissenblätter
Fenchel
Kümmel
Diese Bestandteile kann man entweder getrocknet oder in Pulverform zu einem Tee zubereiten, oder in Tropfen-, Saft- und Pillenform zu sich nehmen.

Akupunktur
Akupunktur kann einen gesunden Schlaf unterstützen. Durch Akupunkturpunkte können Schlafstörungen sogar vermieden werden. Dafür werden beispielsweise die Hauptpunkte Knie und Kopf sowie der Hilfspunkt am Kiefer mit Nadeln stimuliert. Dabei wird die Ausschüttung von Serotonin, die Schlaf fördernd und muskelentspannend wirkt, gefördert. Zwar können nicht alle Erkrankungen geheilt werden, doch der Heilungsprozess wird maßgeblich unterstützt.

Meditation, Massagen und Yoga
Massagen, wie die Tuina-Massage, verhelfen zu einer tieferen und intensiveren Atmung. Dadurch kommt es zu einer höheren Sauerstoffaufnahme, die nicht nur die Müdigkeit vertreibt, sondern auch die Regeneration des Körpers unterstützt.

Auch Yoga und Meditationstechniken wie Qi Gong oder Tai Qi können einen dauerhaften Effekt herbeiführen. Nicht nur die Selbstheilungskräfte werden durch diese Methoden angeregt, die Übungen führen auch zu einer Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele. Dieses Erschaffen des inneren Gleichgewichts lässt Menschen besser schlafen, da sie mit sich und der Welt im Reinen sind.